Habt ihr schon einmal vom Geocachen gehört? Das ist inzwischen eines unserer liebsten Hobbies und absolut grandios für Familien mit Hund. Warum? Weil man beim Geocachen mit Kind und Hund zusammen Abenteuer erlebt, im Geheimen Schätze sucht und der Hund eben auch genügend Bewegung bekommt.

Was ist Geocachen?

Wie liest man überall so schön? „Geocachen ist eine Art moderne Schatzsuche“. Ihr taucht dabei in eine Art Parallelwelt ein. Denn: Überall um uns herum liegen kleine Schätze versteckt, die nur von uns entdeckt werden wollen.

Beim Geocachen nutzt man eine App. Die könnt ihr euch entweder kostenfrei herunterladen, oder ihr registriert euch auf der Web-Version und nutzt ausschließlich diese. Nun könnt ihr euch alle Schätze (so heißen die Caches bei uns) in der Umgebung oder einem bestimmten Gebiet anzeigen lassen.
Die App führt euch anhand der Koordinaten zu diesem Schatz. Vor Ort muss man ihn dann aber noch suchen. Klingt jetzt vielleicht ganz einfach, kann aber echt tricky sein! Ich kann euch aber sagen: Die Kinder haben einen riesen Spaß daran.

Geocache gefunden!

Wenn der Schatz gefunden ist, muss man das sogenannte Logbuch signieren. Darin schriebt man seinen (Team-) Namen und wann man den Schatz gefunden hat. Bei uns darf der Große sich auch immer mit reinschreiben, was ihn wahnsinnig stolz macht. Anschließend wird der Schatz wieder genau an der Stelle versteckt, an dem man ihn gefunden hat und man kann zum nächsten Schatz gehen.

Vorsicht, Geocachen mit Kind und Hund hat absolute Suchtgefahr!

Für die etwas Fortgeschrittenen gibt es dann nämlich auch noch schwerere Schätze zu finden. So gibt es Schätze, bei denen die Koordinaten noch nicht vorgegeben sind und man durch Rätsel diese erst einmal herausfinden muss. Bei uns in der Nähe gab es eine solche Rätselrunde, die ein Papa für seine Tochter erstellt hat. Die war dann natürlich total Kinderfreundlich.

Geocachen mit Kind und Hund: Mit der App gehts los!

Warum ist Geocachen mit Kind empfehlenswert?

Um an die Caches, also die Schätze, zu gelangen muss man des Öfteren abseits des Weges suchen. Also heißt das, die Kinder dürfen an Bäumen suchen, unter Aufsicht auf einen Baum klettern, im Gebüsch suchen und einfach ihre Sinne schärfen.

Je nachdem, wie groß der Schatz ist, gibt es auch kleine Tauschgegenstände. Die sind für Kinder ideal. Hier ist es aber wichtig zu wissen, dass man immer etwas gleichwertiges hineinlegen muss, wenn man etwas entnommen hat.

Wenn euch das Geocaching-Fieber genauso gepackt hat wie uns, dann werdet ihr bald die Home-Zone (also eure Wohngegend) abgesucht haben. Schätze gibt es aber überall, also werdet ihr schon recht bald neue Gegenden entdecken. Und das ist für Kinder natürlich immer ein Abenteuer.

Sich dann in das Logbuch mit einschreiben zu dürfen, ist für den Großen das Beste. Das hat etwas von Siegerehrung und er ist darauf immer sehr stolz!

Warum ist Geocachen mit Hund empfehlenwert?

Okay, euren Hunden ist es wahrscheinlich egal, was ihr mit ihm macht, Hauptsache er kann mit dabei sein. Und das kann er bei Geocaching-Touren! Diese sind nämlich an der frischen Luft und an (fast immer) begehbaren Stellen. Sollten die Caches zum Beispiel in Lost Places sein, würde ich nur mit älteren Kindern hingehen.

Eure Hunde sind also auf Abenteuertour mit euch. So legt ihr nicht nur etliche Meter zurück, es kann auch gleichzeitig ein tolles Training sein. So könnt ihr euren Hund diverse Aufgaben stellen, während ihr einen Schatz sucht. Das Warten unter Ablenkung ist zum Beispiel richtig anstrengend und fordert den Hund auch.

Geocachen mit Kind und Hund

Jetzt verrate ich euch aber auch noch einen kleinen Tipp: Wenn ihr zusätzlich noch eine Such-Hilfe benötigt, könnt ihr eurem Hund beibringen, die Dosen zu finden. Die meisten Dosen bestehen aus Plastik-Dosen. Und genau auf den Plastik-Geruch könnt ihr euren Hund konditionieren.

So bildet ihr euren Hund zum Geocache-Suchhund aus

Dazu benötigt ihr erst einmal eine Plastikdose. Ich hatte noch eine Kacki-einsammel-Dose und habe die genommen. Und natürlich eine Menge Leckerchen. Wenn euer Hund den Clicker oder das Markerwort kennt, ist das auch noch sehr hilfreich.

Zuerst wird jede Bewegung in Richtung der Dose belohnt. Entweder mit dem Markerwort oder dem Clicker. Es reicht, wenn er Hund die Nase in Richtung Dose streckt oder sie ansieht. Wichtig ist aber, dass er das Leckerchen ganz nah an der Dose bekommt.

Im nächsten Schritt belohnt ihr nur noch, wenn euer Hund die Dose mit der Nase berührt. In dem Moment gibt es wieder einen Click oder das Makerwort. Ab jetzt weiß euer Hund, dass die Dose etwas tolles ist und er sie berühren soll.

Nun müsst ihr euch überlegen, wie euer Hund die Dose anzeigen soll. Das kann zum Beispiel das Davorsetzen oder Davorlegen sein. Dazu haltet ihr die Dose vor euren Hund (entweder auf Nasenhöhe oder auf dem Boden). Da euer Hund gelernt hat, dass er die Dose mit der Nase berühren soll, wird er das wieder tun. Nun gebt ihr ihm das Kommando für die Anzeige. Also in dem Fall „Sitz“ oder „Platz“ oder wie auch immer ihr das nennt. Macht euer Hund das, bekommt er die Bestätigung in Form von Markerwort oder Click und das Leckerchen. Ihr könnt auch schon das Kommando für das Suchen einführen. „Geocache“ oder „Schatz“ fällt mir spontan ein.

Geocachen mit Kind und Hund: Hund ist Happy

Das übt ihr nun so lange, bis euer Hund das Anzeigen verinnerlicht hat. Damit euer Hund die Dose auch sucht, müsst ihr nun das Suchen noch lernen. Dazu setzt ihr euren Hund an einen Ausgangspunkt und geht ein paar Schritte weg. Nun gebt ihr das Kommando zum Suchen. Bestenfalls kommt euer Hund direkt zu euch und zeigt die gewünschte Anzeige. Jetzt könnt ihr euren Hund natürlich sehr loben!

Die Entfernung könnt ihr nun Stück für Stück erweitern. Ihr müsst auch nicht mehr bei der Dose sein, sondern könnt sie an einem einfachen Versteck ablegen.

Klappt das Zuhause zuverlässig? Super. Dann verlagert das Training nun nach draußen. Fangt dabei wieder kleinschrittig ab und verlangt nicht gleich zu viel. In ein paar Wochen kann euer Hund euch dann aber hoffentlich bald beim Geocachen begleiten. Somit werdet ihr alle beim Geocachen mit Kind und Hund auf eure Kosten kommen!

Ein kleiner Tipp von uns aber noch am Rande: Da es oft querfeldein geht, denkt an einen ausreichenden Zeckenschutz für euch, eure Kinder und euren Hund!

Rätselspaß für die Kinder

Wer schon länger beim Geocachen dabei ist wird merken, dass es auch sogenannte Mystery Caches gibt, bei denen man teilweise echt knifflige Rätsel lösen muss. Damit eure Kinder schon einmal dafür üben können, habe ich ein kleines Rätsel für sie vorbereitet.

Hier bekommt ihr das Rätsel zum Download.

Hier gibt es einen Tipp zum Download, falls euer Kind nicht weiterkommt.

Hier bekommt ihr die Lösung zum Download.

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