Manchmal braucht es gar keine große Reise, um gemeinsam etwas Besonderes zu erleben. Manchmal braucht es kein „immer schneller, immer höher, immer mehr Action“. Manchmal braucht es einen Ort, an dem man vergisst auf die Uhr zu schauen. Einen Ort, der einen komplett abholt, der einen glücklich macht. Für uns ist so ein Ort der Tierpark Ströhen.
Warum das so ist und wieso auch dir und deiner Familie ein Kurzurlaub im Tierpark Ströhen gut tun würde, verrate ich dir mit diesen 5 Gründen:
Der Tierpark Ströhen ist familiär und familienfreundlich
Ich habe gerade festgestellt, dass der Tierpark Ströhen von der Fläche her etwas größer als der Zoo Leipzig ist und dennoch hat man nicht das Gefühl, sich auf einem riesigen Gelände zu bewegen.
Durch die Zweiteilung des Parks hat man die Möglichkeit, den Besuch des Tierparks zu teilen. Dadurch wird man bei dem Besuch nicht von allem „das müssen wir unbedingt machen“ erschlagen.
Die Besucherzahlen sind angenehm und man kann anderen im Tierpark gut aus dem Weg gehen. Menschenmengen gibt es also nicht und das macht den Besuch im Tierpark sehr entspannt. Man hat genügend Zeit sich die Anlagen anzuschauen und die Tiere zu entdecken. Man steht einfach niemandem im Weg.
Ich hatte bei einer Mitarbeiterin meine Sorge geäußert, dass wir negativ auffallen, wenn Pixel mal bellt. Darauf antwortete sie nur „Ach wieso? Wir sind hier in einem Tierpark. Hunde machen nun mal Geräusche“.
Und diese Haltung spürt man durch den ganzen Tag. Tierpflegern, denen man begegnet, grüßen einen – manche erkennen einen sogar wieder.

Die Entdeckerhäuser sorgen für Urlaubsfeeling
Wir haben in den Entdeckerhäusern vor Ort übernachtet. Und umso länger ich darüber nachdenke, warum der Kurzurlaub so entspannend war, umso mehr komme ich zur Erkenntnis, dass die Übernachtung einen wichtigen Teil dazu beigetragen hat.
Die Lage, mitten im Grün, hat einfach für absolutes Urlaubsfeeling gesorgt. Die Lage im Wald in Verbindung mit den bodentiefen Fenstern macht etwas mit einem. Einfach mal das Handy weglegen und sich Zeit nehmen, die Natur und Tiere durch die großen Fenster zu beobachten. Ohne, dass man die Tiere stört oder auf gutes Wetter angewiesen ist, konnten wir uns in Decken einmuckeln und die Zeit genießen.
Dabei etwas zu Trinken haben und die Gespräche mit den Kindern genießen. Das bleibt in unserem Alltag doch auf der Strecke, oder?
Übrigens: Selbst wenn die Entdeckerhäuser nicht ins Budget passen, könnt ihr vor Ort mit einem Camper auf einer eigens abgesteckten Wiese übernachten. Auch hier sind direkt hinter der Wiese Tiere, so dass ihr auf das Beobachten nicht verzichten müsst.
Ein Frühstück, von dem wir immer noch sprechen!
Als Gäste der Entdeckerhäuser hat man die Möglichkeit, ein Frühstück dazuzubuchen und dann in Ruhe zu genießen. Unser Tisch war im Hofcafe in einer abgetrennten Ecke, so dass die anderen Besucher uns nicht stören konnten.
Als wir das erste Mal zum frühstücken kamen, haben wir die Mitarbeiterin gefragt, wann denn die anderen Gäste kommen, mit denen wir uns das Frühstück teilen. Sie erklärte uns dann mit einem Lächeln, dass das Frühstück alles für uns ist.

Nicht nur die Menge war der Wahnsinn, das Frühstück hat auch so gut geschmeckt. Wir sind eigentlich alle keine großen Frühstücker, aber hier haben wir alle so viel gegessen, dass wir tatsächlich auch kein Mittag brauchten.
Am nächsten Morgen wurde sich für unsere Getränke nur noch einmal rückversichert, ob wir etwas anderes Trinken wollten.
Und auch jetzt, Monate später, reden unsere Kinder immer noch von diesem Frühstück. Das hat eben einen bleibenden Eindruck hinterlassen.
Die Abenteuer neben dem Tierpark
Der Tierpark Ströhen bietet noch zusätzliche Abenteuer an, die man vor Ort buchen kann. Aber auch hier bleibt diese entspannte Atmosphäre erhalten:
Ihr habt die Möglichkeit eine Tierbegegnung zu buchen. Zur Auswahl stehen die Flachlandtapire, die Kattas oder die Erdmännchen. Jedes Treffen ist auf seine eigene Art etwas Besonderes. Die Flachlandtapire lieben es gekrault zu werden und wenn ihr den richtigen Punkt findet, könnt ihr sie sogar in den Schlaf streicheln. Erdmnännchen und Kattas hingegen sind sehr aufs Futter bedacht und sind keine Kuscheltiere. Die Tierpflegenden sind während der Tierbegegnung bei euch und können euch so spannende und informative Geschichten über die Tiere erzählen. So schön und unvergesslich so eine Tierbegegnung nämlich auch ist, ist es auch gleichzeitig die Chance, etwas über Artenschutz zu lernen und einen echten Bezug dazu zubekommen.
Das Abenteuer abseits des Tierpark Ströhen, was für mich am einprägendsten war, war die Kanufahrt! Gleich neben dem Parkplatz liegt eine öffentliche Anlegestelle und das ist auch der Start eurer Kanutour. Die Boote und Rettungswesten gibt es dort, genauso wie Tipps und Tricks, wie die Fahrt für euch unvergesslich wird.
Für uns war das die erste Bootstour, die wir zu fünft gemacht haben. Und was auch immer da für Wasser auf der Aue fließt, sie hat uns verzaubert. Die Libellen am Ufer, die verschiedenen Pflanzen, die Raubvögel in der Luft und dann diese Ruhe. Diese Kanufahrt war magisch! Übrigens als Tipp: Hunde bekommen vor Ort keine Rettungsweste, die müsst ihr selber mitbringen.

Die Ruhe
Rückblickend ist der beste Grund, warum ihr einen Kurztrip in den Tierpark Ströhen machen solltet, wohl die Ruhe. Ich möchte nicht sagen, dass es durchgehend leise dort ist. Besucher sind im Tierpark, Kinder spielen, die Tiere machen Geräusche. Aber sowohl auf dem Fluss, als auch in den Unterkünften und im Tierpark nach den Öffnungszeiten herrscht so eine entspannende Ruhe, dass dieser Kurztrip so schnell zu einem Erholungsurlaub wird.
Und auch wenn ihr im Tierpark seid werdet ihr merken, dass dort nichts hektisch ist. Ja, die Tiere können durchaus laut sein und die Mitarbeiter arbeiten vor Ort. Besucher sind unterwegs und Kinder spielen auf den Spielplätzen. Das ist alles da. Das sorgt alles irgendwie für Trubel. Aber gleichzeitig haben wir so eine friedliche Atmosphäre vor Ort wahrgenommen.

